JURISTEN HABEN KEINE FREUNDE, JURISTEN HABEN BÜCHER!

Das Jurastudium gilt seit jeher als eines der angesehensten aber auch der schwierigsten Studiengänge. Die späteren Berufschancen für Juristen sind groß und der Bereich in dem man arbeiten kann weit gefächert.

Aber wie sieht der neue Aufbau des Studiengangs aus?

Welche Voraussetzungen muss man erfüllen?

Passt das Studium überhaupt zu mir?

Zur ersten kleinen Orientierung folgt eine Checkliste auf der einige generelle Punkte aufgeführt sind über die man vor Studienbeginn nachdenken sollte:

CHECKLISTE

  • Interesse an aktuellen, gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Themen
  • Selbstdisziplin
  • Fleiß
  • Nervenstärke
  • Logisches Denken
  • Gute Ausdrucksweise
  • Klares Ziel vor Augen
  • Ehrgeizig
  • Zugangsvoraussetzungen (Allgemeine Hochschulreife + Orts-NC)

Hat man in Ruhe darüber nachgedacht und ist sich sicher, das Studium absolvieren zu wollen, kann der Weg zum Juristen beginnen.

DER WICHTIGSTE PUNKT; DIE ZUGANGSVORAUSSETZUNGEN

Die Zugangsvoraussetzungen für angehende Juristen unterscheiden sich je nach Universität und je nach dem NC der Bewerber für ein Semester. Das Vergabeverfahren erfolgt über das Dialogorientierte Serviceverfahren und ist daher zentral. Das Bewerben bei jeder Universität einzeln entfällt dadurch.

Die Entscheidung für eine Universität macht man sich selbst nicht leicht. Suche ich mir eine Universität in der Nähe, da ich mein Umfeld behalten möchte oder will ich lieber ein neues Leben in einer anderen Stadt?

Laut dem Hochschulranking sind die unten aufgeführten Universitäten die Top 10 in Deutschland, die dazugehörigen NC-Werte sind vom letzten Wintersemester (2018), da nicht jede Universität ein Sommersemester anbietet.

TOP 10 UNIVERSITÄTEN FÜR ANGEHENDE JURISTEN UND NC-WERTE

Platz Universität NC Wert WS 2017/2018
1 Ludwig-Maximilians-Universität München 2,5
2 Westfälische-Wilhelms-Universität Münster 1,6
3 Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn 2,1
4 Universität zu Köln 1,9
5 Goethe-Universität Frankfurt am Main 2,3
6 Humboldt-Universität zu Berlin 1,6
7 Albert-Ludwigs-Universität Freiburg 3,2
8 Georg-August-Universität Göttingen 2,6
9 Universität Bayreuth zulassungsfrei
10 Universität Heidelberg 1,9

Quelle: Top 10 https://www.lto.de/jura/uni-ranking/

NC-Werte: Offizielle Seiten der jeweiligen Uni (außer Uni Heidelberg).

DER AUFBAU DES STUDIENGANGS

Der Studiengang hat sich insoweit verändert, als das es jetzt Zwischenprüfungen gibt die das Grund- vom Hauptstudium trennen. Dadurch soll eine zu lange Studienzeit ohne Ziel verhindert werden.

Das Grundstudium dauert 2-4 Semester und der Schwerpunkt liegt hier in den Fächern Zivil-, Straf- und Öffentliches Recht. Zu absolvieren sind hier Abschlussklausuren in jedem Fach und die Zwischenprüfung. Zusätzlich muss in 2 von 3 Rechtsgebieten eine Hausarbeit geschrieben werden.

Im Grundstudium wird außerdem eine Grundlagenveranstaltung belegt in der ebenfalls eine Klausur geschrieben werden muss.

Das Hauptstudium dauert 5-7 Semester, davon werden die letzten beiden für das Repetitorium verwendet, um sich auf das 1. Staatsexamen vorzubereiten.

In den anderen 3-5 Semestern wird Handels-, Europa-, Arbeits-, Sozial-, Familien-, Erb- und Steuerrecht vermittelt und in jedem Bereich eine Klausur geschrieben. Zusätzlich fällt in jedem der 3 großen Rechtsgebiete eine Hausarbeit an.
Je nach Universität wählt man dann im Hauptstudium oder nach dem 1. Staatsexamen einen Schwerpunktbereich aus. Das Angebot hierzu ist an jeder Universität anders.

Außerdem ist es Pflicht, verschiedene Praktika zu absolvieren. So erhält man einen Einblick, in die praktische Tätigkeit eines Juristen. Die Rechtsgebiete und die Länge dieser unterscheiden sich von Bundesland zu Bundesland. In NRW z. B. sind 2 Praktika von jeweils 6 Wochen zu absolvieren. Eines in der Rechtspflege und eines in der Rechtsverwaltung.

NACH DEM HAUPTSTUDIUM

…folgt das 1. Juristische Staatsexamen.  (Dazu folgt später ein gesonderter Blogbeitrag)

Danach arbeitet man 2 Jahre als Rechtsreferendar bis man sich auf das 2. Staatsexamen vorbereitet.

Im Referendariat muss man in verschiedenen Bereichen und je nach Bundesland fünf oder sechs Stationen absolvieren. Wie lange man in der jeweiligen Station bleibt ist auch unterschiedlich.
In NRW z. B. muss man folgende Stationen belegen:

  • Zivilstation (5 Monate)
  • Strafstation (3 Monate)
  • Verwaltungsstation (3 Monate)
  • Anwaltsstation (9 Monate in einer Kanzlei)
  • Wahlstation (3 Monate z. B. in einem Unternehmen oder man nutzt es für einen Auslandsaufenthalt)

Quelle: https://www.lto.de/jura/referendariat-zahlen/stationen-stagen/

Am Ende steht dann das 2. Staatsexamen an und danach ist man endlich fertig!

Das wirkt zunächst alles sehr viel und abschreckend, allerdings schaffen 78% den Abschluss und 86% sind mit ihrem Job als Juristen danach auch sehr zufrieden.

Wohingegen 100% der Absolventen auch noch nach 10 Jahren einen festen Job haben.

Quelle: https://www.mystipendium.de/studium/jura-studieren

WIE VIELE JURISTEN SCHAFFEN EINEN ABSCHLUSS UND WIE ZUFRIEDEN SIND SIE?

Diagram 78% schaffen einen Abschluss und 22% schaffen keinen Abschluss Diagramm 86% Juristen sind mit ihrem Job zufrieden und 14% sind unzufrieden

WIE SEHEN DIE ZUKUNFTSCHANCEN AUS?

100% Jobaussichten

Also, alles gute Gründe für ein vielversprechendes Jurastudium!

Autor: Samantha Remong