Mindestlohn

Nach dem allgemeinen Verständnis ist der Mindestlohn eine in Tarifverträgen festgelegte Lohnuntergrenze für den Arbeitgeber. Unterschreitet der Arbeitgeber bei der Gehaltszahlung diese festgelegte Lohnuntergrenze, droht der Gesetzgeber mit Strafzahlungen.

Im engeren Sinn ist das eine gesetzlich bestimmte Lohnnorm, die nicht unterschritten werden darf. In Deutschland wurde der Mindestlohn zum 16.08.2014 erstmals gesetzlich für alle in- und ausländischen Arbeitgeber im Mindestlohngesetz (MiLoG) verankert.

Zum Jahresanfang 2015 lag der Mindestlohn bei € 8,50 je Zeitstunde. Zum 01.01.2020 hat sich der Mindestlohn zwischenzeitlich auf € 9,35 erhöht.

Der Mindestlohn gilt bundesweit für alle Arbeitnehmer und Praktikanten, unabhängig von der Qualifikation sowie deren Herkunft. Ausnahmen finden Sie im ausführlichen Text zum Mindestlohn.

Gesetzliche Mindestlöhne gibt es bereits in den meisten EU-Mitgliedsstaaten sowie in der USA.

Mindestlohn in der Zeitarbeit

In der Zeitarbeit hat sich der Mindestlohn in den letzten Jahren stetig nach oben entwickelt. Die Lohnuntergrenze ist das Einstiegsgehalt für die einfachsten Tätigkeiten, die keine besondere Ausbildung erfordern.

Mindestlohn-Entwicklung seit 2015
Frist TG West TG Ost
     
01.04.15 8,80 € 8,20 €
01.06.16 9,00 € 8,50 €
01.01.17 9,00 € 8,84 €
01.03.17 9,23 € 8,91 €
01.04.18 9,49 € 9,27 €
01.01.19 9,49 € 9,49 €
01.04.19 9,79 € 9,49 €
01.10.19 9,96 € 9,66 €
01.04.20 10,15 € 9,88 €
01.10.20 10,15 € 10,10 €
01.04.21 10,45 € 10,45 €
01.04.22 10,88 € 10,88 €

 

Quelle

MILOG